Tag der offenen Tür am 12. November 2011
Banner am Kulturhaus
Das Kulturhaus lockte…
Es lockte zu Begegnungen und Plaudereien bei Kaffee und Kuchen.
Es lockte Kinder und Erwachsene mit einem abwechslungsreichen Veran-staltungsprogramm.
Und es verlockte natürlich seine Besucherinnen und Besucher dazu, selbst kreativ tätig zu werden. Ob es eine individuell gestaltete Weih- nachtskarte, ein selbst gemaltes Lesezeichen oder ein kleines Bild mit Rahmen war – wer sich im Laufe des Tages der künstlerischen Inspiration in Atelier und Werkstatt hingab, konnte etwas mit nach Hause nehmen. Diejenigen, insbesondere Jugendlichen, die sich von - trotz strahlenden Sonnenscheins - frischen Temperaturen nicht abschrecken ließen, konnten vor der offenen Tür mit einem Graffitikünstler arbeiten. Und auch sie nahmen etwas mit nach Hause, denn gesprüht wird im Kulturhaus nicht gegen die Wand, sondern auf Papier.
Es gab aber auch etwas, das man nicht mit nach Hause nehmen konnte. Große, weiß grundierte Würfel standen neben unzähligen Fotos und warteten darauf, beklebt zu werden. Alle die schon einmal an einem Kulturhaus-Projekt oder Fest beteiligt oder zu Gast gewesen waren, konnten vielleicht sich selbst oder andere auf den Fotos wiedererkennen. Es ging aber nicht (nur) darum in Erinnerungen zu schwelgen, sondern die Fotos bestimmten Projekten zuzuordnen und auf die entsprechenden Würfel zu kleben. Auf diese Weise entstanden bunte, würfelförmige Projekt- dokumentationen und alle, die sich an diesem Bilderrätsel beteiligt hatten, bekamen ein Los. Am Abschluss des Tages lockte die Verlosung mit tollen Preisen. Die Kunst war aber nicht nur mit den Beteiligungsangeboten präsent, sondern auch durch die Ausstellung „Kulturhausgruppen stellen aus“: Von der Kinderkunst bis zum Aquarellkurs, das Mädchenatelier ebenso wie Acrylmalerei und Graffiti, alle präsentierten Ergebnisse ihrer Kursarbeit in großen Bilderrahmen im ganzen Haus.
Für diejenigen, die nicht nur selber agieren, sondern auch genießen wollten was andere tun, gab es ein Veranstaltungsprogramm, bei dem Kultur- hausgruppen und Gäste abwechselnd lockten.
Die ersten BesucherInnen wurden vom Duo WIR BEIDE mit Pop und Jazz begrüßt. Es folgte das Gitarrenspiel der SchülerInnen von Felix Fischer, die ihr Können in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen, sowohl in kleinen Ensembles als auch solistisch mit Playback bewiesen.
Nach diesem musikalischen Einstieg standen die Kinder als Publikum im Mittelpunkt.
Das Theater Stella Figura zeigte zwei Abenteuer von Molly Flösschen. Das kleine Meermädchen, ihr Bruder und die anderen Meerestiere aus dieser phantasievollen Geschichte wurden von der Puppenspielerin Julia Warneke ins Leben gerufen und musikalisch einfühlsam begleitet von Franz Fendt.
Die Autorin Ulrike Kleinert stellte gemeinsam mit der Buchhändlerin Christa Schoofs ihr neues Kinderbuch „Jangi“ vor. Und dann lauschten alle Amelia, einer Schülerin aus dem 7. Jahrgang der Oberschule Roter Sand, die aus der Geschichte des kleinen Elefanten Jangi, der in die Schule wollte, weil ihm der Zirkus zu langweilig war, vorlas.
Zum Schluss zeigten die jüngsten KursteilnehmerInnen des Kulturhauses zusammen mit ihrer Lehrerin, wie Musik, Spiel und Bewegung bei der musikalischen Frühförderung zusammen kommt.
 Duo "Wir Beide"  Stella Figura zeigt "Molly Flösschen"  Aquarell malen im Atelier  Fotowürfel-Aktion  Fotos zum Aussuchen
Der zweite Teil des Nachmittags gehörte der Musik aus anderen Kulturen. Den Anfang machte das Duo Daf mit Miriam Schulze an der Geige und Mohsen Nejadi-Kakavand an der iranischen Rahmentrommel. Weiter ging es mit klassischer persischer Musik auf Originalinstrumenten gespielt von Barbat, dem Ensemble des Iranisch-Deutschen Kulturvereins, der seit vielen Jahren regelmäßig im Kulturhaus zusammenkommt. Der Rhythmus blieb in der Luft, nur der Kulturkreis änderte sich, als Amakoé D’Almeida mit mehreren Djemben, Kalebassen und anderen Instrumenten afrikanischen Ursprungs auftrat und gemeinsam mit Mohsen Nejadi-Kakavand und anderen Trommlern / Percussionisten und Laien aus dem Publikum den Raum zum Beben brachte. Der afrikanische wurde vom spanischen Rhythmus abgelöst, in diesem Fall nicht live gespielt, sondern live getanzt. Las amigas del sol, die Flamenco-Tanzgruppe von Pia-Susann Roese wirbelte und stampfte als erste von zwei Tanzaufführungen durch den Raum. Die sehr altersgemischte Gruppe wurde 2010 von der Kursleiterin im Kulturhaus gegründet und zeigte sich mit diesem Tanz, den ästhetischen Bewegungen und temperamentvollen Fußtechniken erstmals einem Publikum. Weiter ging es in den Orient, denn auch den Bauchtanz können sowohl Mädchen wie Frauen hier im Kulturhaus erlernen. Mit einem Auftritt beider Gruppen, seit vielen Jahren von Edith Fassmer geleitet, endeten die Darbietungen am Tag der offenen Tür.
Die Verlockungen des Kulturhauses hatten sich allerdings noch nicht ganz erschöpft: es blieb die Verlosung der Gewinne und die Spannung im Raum knisterte. Da aber die Geschäftsleute in Pusdorf so überaus großzügig gespendet hatten, gingen alle reich beschenkt und bester Stimmung nach Hause. Das Kulturhaus dankt den SpenderInnen der Gewinne und Herrn Meyer von der Sparkasse Bremen für die Unterstützung.
 Duo "Daf"  Iranisch-Deutscher Kulturverein: "Barbat"  Trommelsession: Profis und Publikum  "Las amigas del sol"  Kinderbauchtanzgruppe
Kunst am Weserstrand zum Fährtag am 17. April 2011
Am 17. April fand der vierte Bremer Fährtag statt. Mehrere Fährschiffe von Hal Över liefen an diesem Tag wieder verschiedene Anleger auf beiden Seiten der Weser an, um so die Mitreisenden z.B. von Pier 2 zum neuen Strand im Weseruferpark, vom Europahafen zum Spiel- und Wassergarten in Woltmershausen, vom Martini-Anleger zum Lankenauer Höft oder zu einem Ausflug in den Holz- und Fabrikenhafen nach Walle bringen.
Seit dem ersten Fährtag 2007 steht die Veranstaltung „Weserwege“ für einen erlebnisreichen Tag, der deutlich macht, wie wichtig und bereichernd eine ständige Verbindung zwischen den beiden Ufern für die Stadt wäre.
Das Kulturhaus, das gemeinsam mit dem Verein Pusdorf am Fluss für die Bespielung des linken Weserufers verantwortlich ist, hieß auch 2011 die Reisenden am Strand und im Spiel- und Wassergarten willkommen und lud zum Verweilen ein.
Zahlreiche Einrichtungen, Vereine und Aktive aus dem Stadtteil unterstützen den Fährtag: am 17. April präsentierte sich Pusdorf am Weserufer.
Der künstlerische Schwerpunkt am Strand, der sich im letzten Jahr mit den Traumtürmen in schwindelnden Höhen bewegte, lag diesmal im Sand. Künstler und Künstlerinnen bauten für und mit Beteiligten jeden Alters die unterschiedlichsten Sandskulpturen.
Pyramiden entstanden, die Sphinx, Drachenwesen oder Molentürme – alles aus Sand. Daneben boten KunstpädagogInnen weitere kreative Experimente im Sand an. Mit kleinen Ästen und Steinen, Federn, Stoff, Bindfaden, Pinsel und Farbe entstanden Bilder und kleine Installationen.
Für die musikalische Unterhaltung sorgten "Joy", ein Jazz-/Funkquartett sowie "Egon und die Treckerfahrer" für die Kinder. Parallel sorgte im Spiel- und Wassergarten ein buntes Programm für Unterhaltung und an den beiden Oasen am Fluss war für das leibliche Wohl gesorgt.
Der Fährtag fand wieder in Kooperation mit Kultur vor Ort und zahlreichen weiteren Einrichtungen und Vereinen des rechten Weserufers statt. Sonntag, 17. April 11 – 18 Uhr
 Fährtag 2011 - Drachen aus Sand  Fährtag 2011 - Spaß am Strand  Fährtag 2011 - Ramses oder Tut Anch Amun?  Fährtag 2011 - Kinderband "Egon und die Treckerfahrer"  Fährtag 2011 - Die "Punke" legt an
Ausstellungspräsentation mit interkultureller Veranstaltung
Kulturhaus Pusdorf in Zusammenarbeit mit dem Kulturladen Huchting und der Oberschule Roter Sand (18.3.2011) „insan…mensch – Koffer“
Aus Koffern leben – dieser Umstand ist den meisten MigrantInnen vertraut. In diesem Projekt des Kulturladens Huchting haben die ausländischen BewohnerInnen des Quartiers ihre persönliche Geschichte in Koffer verpackt und präsentieren damit ihre Eindrücke und Erfahrungen auf engstem Raum.
Unter künstlerischer Anleitung sind dabei Installationen entstanden, die den kulturellen Hintergrund der MigrantInnen erfahrbar machen und ihre Besonderheit als Stärke herausstellen. Vom Kulturladen Huchting wurden die Geschichten von 40 Migrantinnen und Migranten mit künstlerischen Mitteln in den Vordergrund des Interesses gerückt.
Wer die einzelnen Koffer und ihre liebevoll zusammengestellten Inhalte betrachtet, bekommt einen kleinen Eindruck von der kulturellen Vielfalt und der persönlichen Geschichte dieser in Huchting lebenden Menschen und von der Bereicherung, die das Zusammenleben mit ihnen für uns bedeutet.
Gemeinsam mit der Koffer-Ausstellung präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c der Oberschule Roter Sand die Ergebnisse ihres
Kalligrafieprojektes „Herkunft – Ankunft – Zukunft“.
Die Künstlerin Barbara Hofmann, die auch an der künstlerischen Umsetzung der Kofferausstellung im Kulturladen Huchting beteiligt war, arbeitete mit der Klasse 7c zu der persönlichen Herkunft – Ankunft – Zukunft der SchülerInnen. Sie schrieben Elfchen zu diesen Themen und übertrugen diese in Form einer Kalligraphie auf lebensgroße, farbig grundierte Figuren aus Wellpappe. Mehrere dieser Pappsilhouetten wurden miteinander verbunden, und werden so, in größeren und kleineren Gruppen zusammen stehend, ausgestellt. Bei dieser künstlerischen Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie wurden die SchülerInnen nicht nur von ihren Lehrerinnen Ulrike Menke-Glückert und Friederike Bremme, sondern auch von den Kunstpädagoginnen Anne Bäuerle und Michaela Wegmann sowie der Kulturwissenschaftsstudentin Corinna Bruder unterstützt.
Die Ausstellung mit den Exponaten der MigrantInnen und der SchülerInnen war am Vormittag des 18. März für die interessierten Schulklassen der Oberschule Roter Sand geöffnet.
Am Nachmittag und Abend war die Öffentlichkeit eingeladen.
Nach der Eröffnung der Abendveranstaltung durch die Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz wurde eine Führung durch die Ausstellung angeboten, bei der auch die SchülerInnen des Kalligraphie-Projektes zu Wort kamen.
Der Höhepunkt dieses Abends war der anschließende Auftritt des
interkulturellen Stadtteilorchesters „insan…popular“ vom Kulturladen Huchting.
Sein Repertoire besteht aus Liedern verschiedener Kulturen und Sprachen (Bulgarien, Russland, Israel, Albanien, Iran, Ukraine u.a.), die die 11 MusikerInnen aus ihrer Heimat mitgebracht haben. Der musikalische Leiter Norbert Ellrich hat die Arrangements für die aktuelle Besetzung geschrieben und Claudius Joecke moderierte den Abend. Dabei wurden nicht nur die Geschichten zu den Liedern, sondern auch einige Koffer-GestalterInnen, die inzwischen mit „insan…popular“ musizieren, vorgestellt. Freitag, 18. März, Mehrzweckhalle Roter Sand, Butjadinger Straße 21
Ab 14.00 Uhr Ausstellung „insan…mensch – Koffer“ +
Kalligrafieprojekt „Herkunft – Ankunft – Zukunft“
Ab 18.30 Uhr Kulturveranstaltung mit einer Führung durch die Ausstellung und dem interkulturellen Stadtteilorchester „insan…popular“
Ausstellungseröffnung und Veranstaltung
zum Frauentag 2011 am 8. März
Kulturhaus am Frauentag 2011
Im Nationalsozialismus umgingen die Frauen das Verbot des internationalen Frauentags mit kreativen und mutigen Aktionen. Heimlich wurden Flugblätter erstellt, „Familienfeiern“ organisiert und mit dem „Lüften“ von roter Kleidung und Wäschestücken im Wohnumfeld auf die Forderungen der Frauenbewegung hingewiesen.
Die Künstlerin Dina Koper, die schon viele kunst- und kunstpädagogische Projekte realisiert hat, ließ sich von dieser fantasievollen Art des Widerstandes zu einem Ausstellungsprojekt für das Kulturhaus inspirieren. Zentrales Thema sind rote Kleidungs- und Wäschestücke, die sie im Stadtteil gesammelt und dann in Öl gemalt hat. In der Ausstellung, die am Weltfrauentag eröffnet wurde, wurden nicht nur die Ölbilder, sondern auch die Modelle präsentiert.
Bei der Veranstaltung am 8. März im Kulturhaus meldeten sich außer der Malerin, auch zwei Musikerinnen zum Thema Frauentag zu Wort.
Das „Damen Duo“ begrüßte die Gäste um 19 Uhr. Pauline Bügeleisen (Mio Hamann) nahm ihre Geige zur Hand. Sie linste hinüber zu Rosina Wolkenbruch (Kimi Klemm) hinterm Akkordeon. Ein Augenzwinkern - die Musik erklang. Impulsiv, nachdenklich, vor Freude beschwingt und beschwipst, hüpfend und vorwitzig absurd. Mit hingebungsvoller Ernsthaftigkeit beugten sie sich über ihre Instrumente und …Frau durfte gespannt sein, denn die beiden Damen waren das erste Mal in einer Kunstausstellung!
Nachdem Dina Koper zur Auseinandersetzung über ihre Ausstellung Scharlachrot eingeladen hatte, hörten die Gäste die Worte einer alten Kämpferin. Aus den Tagebüchern Rosa Luxemburgs las Mona Vojacek-Koper.
Die Lesung wurde musikalisch eingerahmt von Kim Kaya, alias Kimi Klemm. Sie brachte einige Häppchen ihres Soloprogramms auf die Bühne. Mit Witz und Ironie textete sie unverblümt deutsche Lieder und begleitete sich dabei selbst auf Klavier und Akkordeon.
Bevor das Damen Duo den Frauentag ausklingen ließ, durften die BesucherInnen noch ein paar kleine kulinarische Fantasien in Rot genießen. Ausstellung vom 8. März bis 12. Aprill
 Dina Doper - Cowshirt  Dina Koper - BH  Dina Koper - Rock  Dina Koper - Wams
Aktion auf dem Pusdorfer Marktplatz Bekennen Sie Farbe!
Bringen Sie ein rotes Kleidungs- oder Wäschestück mit zum Pusdorfer Markplatz.
Hängen Sie es dort auf und setzen Sie damit ein Zeichen der Solidarität.
Im Rahmen des Projektes ScharlachRot ruft das Kulturhaus zur Teilnahme an dieser Aktion zum Internationalen Tag der Frau auf:
8. März, 15.00 bis 16.00 Uhr auf dem Marktplatz in Pusdorf
 Rote Wäsche auf dem Pusdorfer Marktplatz
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